Die Norm
Die EN 511:2006 wird durch ein Symbol ähnlich einer Schneeflocke gekennzeichnet, unter dem eine Reihe von Zahlen oder Buchstaben die Schutzstufen in drei wichtigen Bereichen angeben:
Diese gibt an, wie gut die Handschuhe gegen kalte Luft und Wind isolieren. Höhere Werte bedeuten besseren Schutz. Der Test wird durchgeführt, indem die Handschuhe an eine elektrisch beheizte Hand gezogen werden und die Energie gemessen wird, die benötigt wird, um die Handtemperatur zwischen 30 °C und 35 °C in einer kontrollierten Umgebung bei -20 °C zu halten. Je mehr Energie benötigt wird, desto niedriger ist die Klassifizierung für konvektive Kälte. Die höchste Schutzstufe ist 4.
Diese misst, wie effektiv die Handschuhe den Wärmetransfer bei direktem Kontakt mit kalten Oberflächen verhindern. Dabei wird eine Probe des Handschuhs zwischen zwei Metallplatten bei unterschiedlichen Temperaturen platziert. Gemessen wird der Temperaturabfall der Probe, der zur Berechnung des Wärmewiderstands (R) herangezogen wird. Höhere R-Werte stehen für besseren Kälteschutz, die höchste Schutzstufe ist 4.
Diese gibt an, ob innerhalb von 5 Minuten Wasser in den Handschuh eindringt. Der Test ist ein Bestehen/Nichtbestehen-Test. Dabei werden die Handschuhe 5 Minuten in Wasser getaucht. Bleiben sie wasserdicht, entspricht das der Schutzstufe 1. Handschuhe, die den Test nicht bestehen, erhalten die Stufe 0, während ein "X" anzeigt, dass der Handschuh nicht geprüft wurde.
0 = Wasserdurchdringung
1 = Wasserdicht

Der EN 511:2006-Code (X1X im Piktogramm) zeigt die Schutzstufen in drei Bereichen an:
Beständigkeit gegen konvektive Kälte = Wert X (max. 4)
Beständigkeit gegen Kontaktkälte = Wert 1 (max. 4)
Wasserdurchdringungsbeständigkeit = Wert X (max. 1)
Jeder Buchstabe oder jede Zahl entspricht einem bestimmten Testergebnis.
Der Buchstabe "X" zeigt an, dass der Test nicht durchgeführt wurde oder das Ergebnis ungültig war. Zum Beispiel, wenn der Coup-Test wegen Abstumpfung der Klinge nicht zuverlässig ist, wird ein "X" vergeben und stattdessen das Ergebnis des TDM-Tests verwendet.
Für Arbeiten im Freien bei Wind und Schnee: Achten Sie auf eine hohe Beständigkeit gegen konvektive Kälte (Stufe 3–4).
Für den Umgang mit gefrorenen Gegenständen: Bevorzugen Sie hohe Beständigkeit gegen Kontaktkälte (Stufe 3–4).
Für nasse Bedingungen: Stellen Sie sicher, dass die Wasserdurchdringungsbeständigkeit bei 1 liegt.